PC-Lexikon.info - Newsletter - 21.10.2007

Sorry, ich weiß, es ist schon eine ganze Zeit her, seit der letzte Newsletter erschienen ist. Aber aufgrund diverser Projekte - insbesondere der Fertigstellung des neuen Lexikons 2008 sowie neuer, in Bearbeitung befindlicher Videoanleitungen für das neue Acronis True Image 11 - fehlte leider einfach die rechte Zeit dafür. Wer zwischenzeitlich aber mal auf PC-Lexikon.info-Webseite geschaut hat, konnte sich dort über die wichtigsten Neuerungen informieren.

Zwischenzeitlich ist viel passiert, so dass es diesmal ein langer Newsletter wird. Wie schon angesprochen, ist vor wenigen Wochen die Auflage 2008 des neuen Lexikons erschienen. Im Umfang noch mal auf jetzt 970 Seiten erweitert, wie immer stark überarbeitet und diesmal insbesondere auch auf die Neuerungen von Windows Vista angepasst. Außerdem gibt es jede Menge neue Informationen, Artikel, Tipps und Bewertungen. Links auf die aktuellen Informationen zum neuen Lexikon können Sie dem nachfolgenden Kasten entnehmen. Schauen Sie doch einfach mal in einer Buchhandlung rein!

Darüber hinaus gibt's natürliche eine ganze Reihe von wichtigen (Sicherheits)Updates, von denen ich die wichtigsten zusammengetragen habe. Da es diesmal besonders viele sind, gibt es in diesem Newsletter nur eine schnelle Übersicht - Links verweisen dann auf die ausführlicheren Infos auf meiner Webseite.

Bei Darstellungsproblemen mit dem Newsletter im Mailprogramm/Webmailer bitte die News auf dieser Webseite anschauen.

Dr. Andreas Voss, www.pc-lexikon.info

Zum Austragen aus dem Newsletter eine Mail an newsletter@pc-lexikon.info schicken.

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» Die wichtigsten Daten und Bestellmöglichkeiten«

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Sicherheitsrelevante News für gängige Programme. Sollten möglichst von jedem beachtet werden

» Microsoft Patchday Oktober : seit dem letzten Newsletter sind 3 Patchdays von Microsoft vergangen, mit diversen Sicherheitsupates für Windows, Office und andere Microsoft-Programme. Wie immer empfehle ich, am besten die Microsoft-Update-Webseite zur Aktualisierung zu verwenden (außer bei Vista, da funktioniert eh nur das integrierte AutoUpdate). Office-Updates kann man auch gesondert über diese Seite aufspielen lassen. Übrigens funktionieren beide Webseiten nur mit dem Internet Explorer, aber nicht mit Firefox oder Opera. Neben den sicherheitsrelevanten, wichtigen Updates sollte man auf der genannten Webseite über "Benutzerdefinierte Suche" auch mal nach weiteren, optionalen Software- und Hardware-Updates schauen, die für Win XP nur dort angeboten werden.

» Outlook 2003 und 2007 (08.10.07): der Junk-E-Mail-Filter (KB942571) von Oktober 2007. Download nur mit OGA-Prüfung. Der Filter für Outlook 2007 (KB942575) ist ebenfalls erneuert worden. Beide sollten eigentlich über die AutoUpdate-Funktion von Windows angeboten werden. Als ideale, vorgeschaltete Ergänzung empfehle ich den Freeware-Filter Spamihilator, der wesentlich weitreichender konfigurierbar ist und lernfähig ist. Die Empfehlung gilt aber nur für halbwegs computerkundige Anwender, die auch bereit sind, sich mit so einem lernfähigen Spamfilter auseinanderzusetzen. Denn ohne dass man regelmäßig die Arbeit des Filters überprüft, wichtige Personen in eine "Whitelist" aufnimmt und Spamihilator über seinen "Trainingsbereich" anpasst, funktioniert das Prinzip nicht. Tut man das aber, hat man schnell einen effektiven Schutz gegen die "Viagra-Aktientipps-Penisvergrößerungs-Pest" ;-)

» Office 2003 Service Pack 3 (SP3, KB923618): zwei Jahre nach dem SP2 und zwischenzeitlich vielen Sicherheitsupdates gibt es seit Mitte September endlich das dritte Service Pack für Microsoft Office 2003. Wer Office 2003 einsetzt, sollte das neue SP3 möglichst aufspielen; der Download beträgt ca. 134 MB. Jedoch gilt es dabei zu beachten, dass sich das Verhalten bzw. die Features des Office-Pakets nach der Installation verändern, so wurde z. B. in Word 2003 das Feature "Schnellspeicherung" entfernt oder werden bestimmte Dateiformate nicht mehr geöffnet. In den allermeisten Fällen dürfte das aber niemanden groß schmerzen.

» Diverse Updates für Windows Vista: Microsoft hat in letzter Zeit einige Kompatibilitäts- und Zuverlässigkeitsupdates für seine aktuelle Windows-Version herausgebracht, die zumindest bei Veröffentlichung noch nicht direkt über das AutoUpate zur Verfügung gestellt wurden. Darunter sind Updates, die Probleme mit USB-Geräten beheben oder die Kompatibilität mit Anwendungsprogrammen verbessern. Mehr Infos und direkten Download-Links finden sich hier auf meiner Webseite. Ich empfehle die Installation. Zwei bereits im August veröffentlichte Updates, die in dieselbe Richtung gingen (KB938979 und KB938194) werden mittlerweile über das AutoUpdate verteilt. Außerdem wird offenbar am Service Pack 1 für Vista gearbeitet, das bereits an Beta-Tester ausgeteilt wurde. Die finale Version kommt vermutlich zum Jahreswechsel. Große Neuerungen darf man da aber nicht erwarten, wie dieser englischsprachige Artikel verrät.

» Windows-Raubkopierer und AutoUpdate-Feinde dürfen jetzt doch "mitspielen": nachdem es den Internet Explorer 7 bisher nur mit WGA-Prüfung (ist im Lexikon erklärt) gab, hat Microsoft nun offenbar erkannt, dass man sich damit eher einen Bärendienst erweist. Seit Anfang Oktober kann den IE7 daher auch ohne Lizenzprüfung herunterladen und installieren - weiterhin aber nur für Windows XP (nicht Win 2000).

» Neue Firefox und Opera-Versionen: Microsoft ist ja längst nicht der einzige mit Sicherheitslücken - und wie immer sind insbesondere Updates für die Webbrowser relevant. Sowohl Firefox wie Opera sollten sich über eine eigene Update-Funktion aktualisieren. Beim wem das nicht klappt, der findet hier die aktuellen Versionen: Firefox 2.0.0.8 und Opera 9.24. Wer möchte, kann außerdem einen Blick auf die letzten Alpha-Versionen von Firefox 3.0 sowie Opera 9.50 werfen. Beide aber nur in Englisch. Eine parallele Installation zu den bisherigen Browsern ist möglich, sofern man unterschiedliche Installationsordner angibt.

» Sicherheitslücke in Media Player Classic (MPC) - Update bzw. Umstieg auf neue Home Cinema-Variante: Beim von mir schon seit längerem empfohlenen Media Player Classic wurde je eine Sicherheitslücke bei der Wiedergabe von AVI-Videodateien und FLI-Animationsdateien gefunden. Spielt man entsprechend präparierte Mediendateien mit dem Player ab, so kann Schadcode auf dem System eingeschmuggelt werden. Von der AVI-Lücke ist übrigens auch der (insbesondere unter Linux beliebte) MPlayer betroffen. Während es vom MPlayer eine aktualisierte Version gibt, wird das ursprüngliche Media Player Classic-Projekt leider nicht mehr weiter gepflegt. Man findet jedoch eine von anderen Programmieren aktualisierte (und in Bezug auf die Sicherheitslücke gepatchte) Version 6.4.9.1 bei Free-codecs.com oder hier im Doom9.org-Forum. Ich empfehle jedoch gleich den Umstieg auf die alternative Home Cinema-Edition, die von einem französischen Programmierer gepflegt wird und sozusagen die Weiterentwicklung des bisherigen MPC ist. Sie verwendet aktualisierte Codecs, bietet eine bessere Unterstützung bei der Wiedergabe von DVDs und eine erweiterte Tastatursteuerung. Hier findet sich eine Dokumentation dazu (derzeit leider nur in Englisch, Französisch, Ungarisch). Die aktuelle, in Bezug auf die Sicherheitslücken gepatchte Version 1.0.11.0 kann man sich hier herunterladen. Es gibt sogar eine x64-Version, von der ich jedoch eher abraten würde (auch wenn man eine 64-Bit-Version von Windows XP/Vista laufen hat). Übrigens findet man auf der genannten Download-Seite auch ein Sprachpaket für Deutsch und Französisch. Laden Sie die aktuelle Home Cinema-Version herunter und kopieren Sie einfach alle betreffenden Dateien in das Verzeichnis, in dem Ihr bisheriger MPC liegt. Dabei werden die alten Dateien überschrieben. Eine richtige Installation ist nicht notwendig bzw. nicht vorgesehen.

» Apple iTunes und Quicktime dürfen auch nicht fehlen: gute alte Bekannte beim Thema "regelmäßige Updates und Sicherheitslücken" sind iTunes (v7.4.3) und Quicktime (v7.2) - für letzteres gibt es außerdem ein wichtiges Sicherheitsupdate. Auch hier greift mittlerweile eine AutoUpdate-Funktion den Anwendern unter die Arme, jedoch hat diese längst nicht jeder laufen. Und dann gibt es da ja noch die auf dem Media Player Classic basierenden Alternativen zu Quicktime (QT Lite, Quicktime Alternative). Da die Thematik etwas komplexer ist, hier der Link zu mehr Informationen auf meiner Webseite. Beachten Sie bitte: viele Anwender unterschätzen die Gefahr, die mittlerweile durch manipulierte Mediendateien ausgeht. Viren fängt man sich heutzutage weniger durch das Aufspielen irgendwelcher Programme ein, sondern viel mehr durch das Abspielen präparierten Videos oder Sounddateien, die über eine Webseite aufgerufen werden oder per E-Mail kommen. Unterschätzen Sie das Risiko nicht - und aktualisieren Sie Ihre diversen Audio-, Video- und Animations-Player.

» Java - JRE 6.0 Update 03: ... und noch ein guter alter Bekannter in der regelmäßigen, aber wichtigen Updateliste. Lesen Sie mehr hier.

» Winamp 5.50 - Funktions- und Sicherheitsupdate : Zum 10-jährigen Jubiläum hat Nullsoft eine stark überarbeitete Winamp-Version herausgebracht, die nicht nur dank der neuen Oberfläche (Skin) namens "Bento" gut aussieht, sondern außerdem kritische Sicherheitslücken behebt. Das neue Skin lässt sich weitreichend in Größe und Form anpassen, die Farbe ändern oder gegen andere austauschen (auch die Classic Darstellung bisheriger Versionen). Hier der Link auf die deutsche Lite- und hier auf die deutsche Full-Version. Die Bento-Oberfläche ist in der Lite-Version aber nicht enthalten. Nachfolgend eine Abbildung der neuen Version (mit Bento-Skin und angepassten "Farbthema: Default Sky"). Im unteren Bereich ist die Medienbibliothek zu sehen, deren Größe man anpassen kann. Außerdem lässt sich die Anzeige auf Mausklick ein-/ausschalten. Genauso wie sich der für die Playliste (oben rechts) verwendete Bereich ein-/ausklappen lässt. Außerdem kann man den ganzen Player auf eine dünne Zeile "zusammenschnurren", die dann oben in der Titelleiste von Fenstern liegen kann. Weiterhin gibt es eine Toolleiste für den Webbrowser, die mir aber weniger sinnvoll zu sein scheint. Winamp ist für mich nach wie vor der Musikplayer schlechthin. Und die Funktionen der neuen Version lohnen das Ausprobieren. Testen Sie doch auch mal einige der diversen Plug-Ins zur Funktionserweiterung wie das tolle, klangverbessernde AudioBurst PowerFX2 (hier ein Artikel von mir dazu), ControlAmp (zur Tastatursteuerung jeder Funktion) , den Resumer (startet Winamp an der letzten gespielten Stelle, nachdem man das Programm/den PC runtergefahren hatte) oder den File Deleter (löscht oder verschiebt Songs auf Mausklick über ein Symbol im Systemtray).

Winamp 5.50

Nicht vordringlich sicherheitskritische, aber funktionsrelevante Updates

» Acronis True Image 11: seit ca. 4 Wochen ist die neue Version des von mir schon seit längerem empfohlenen (und auch selbst verwendeten) Backup-Programms erhältlich, mit dem man nicht nur "normale" Datei-Sicherungen erstellen kann, sondern insbesondere auch vollständige Systemabbilder. Dank dieser so genannten "Images" kann man seine komplette Betriebssystem-Partition in eine Datei sichern und z. B. beim Defekt der Festplatte in wenigen Minuten wiederherstellen. Mehr zu dieser eigentlich unverzichtbaren Programmgattung findet sich auch im Lexikon unter "Imageprogramme". Auf den Webseiten von Acronis gibt es auch von mir erstellte Videoanleitungen (derzeit noch zu v10, die neuen zu v11 befinden sich in Bearbeitung). Version 11 bringt neben vielen Detailsverbesserungen bei der Oberfläche und Bedienung insbesondere einen neuen Betriebsmodus namens "Try&Decide" sowie ein Set von drei "Privacy Tools". Mit Try&Decide kann man sein System in einen Probiermodus versetzen, bei dem man anschließend kinderleicht per Mausklick entscheiden kann, ob die durchgeführten Veränderungen übernommen oder verworfen werden sollen. Und mit den Privacy Tools kann man sein System von persönlichen Spuren (Surfspuren, Kennwörter etc.) bereinigen sowie Dateien, Verzeichnisse, Partitionen bis hin zu ganzen Festplatten absolut sicher von Daten bereinigen. Das ist ideal für alle, die mit anderen Personen einen Rechner teilen oder eine ältere Festplatte ausrangieren (z. B. über ebay). Der Festplatten-Bereiniger "Acronis Drive Cleanser" kann außerdem auch über ein bootfähiges Notfallmedium aufgerufen werden, um darüber sicher die Betriebssystem-Partition zu vernichten. Ein Update auf die neue Version erscheint mir ziemlich empfehlenswert. Eine volle Vista-Kompatibilität ist ebenfalls gegeben (die neuen Videoanleitungen werden daher auch die Nutzung unter Windows Vista zeigen und folglich nicht nur für Acronis True Image-Nutzern sondern auch Vista-Interessierte ansehenswert sein).

» Windows Live Messenger 8.5: seit Mitte September gibt es die Beta 2 des teils geliebten, teils gehassten "Zeitkillers".

» OpenOffice.org 2.3.0: ebenfalls seit Mitte September gibt es das Update der Freeware-Alternative zu Microsoft Office. Es wurden nur wenige neue Funktionen hinzugefügt (erweiterter Diagrammassistent, neues Chart-Modul, verbesserter Report-Designer), dafür aber etliche behobene Sicherheitslücken gestopft. Hier der Downloadlink auf die deutsche Windows-Version 2.3.0.

» DirectX 9: der Download des Webinstallers für die aktuelle DirectX-Version 9.20.1057 von Windows XP findet sich hier. Die ca. 59 MByte große "Redistributable Vollversion" findet man auf dieser Downloadseite. Eine Aktualisierung über den Webinstaller ist vom Datenvolumen schlanker, weil nur benötigte Komponenten aktualisiert werden. Mit der "Redist. Version" kann man Rechner aktualisieren, die nicht am Internet hängen. Wichtig ist das Update für Spiele, einige Multimedia- und 3-D-Anwendungen (nur unter XP).

» wichtige Treiber-Updates (für Windows XP, Vista-Versionen auf der PC-Lexikon-Webseite): ATI-Catalyst 7.10 (für AMD ATI Grafikkarten ab Radeon 9550), Nvidia ForceWare 163.71 (für Grafikkarten GeForce 5.x bis 8.x), Intel Grafiktreiber (Chipsatzgrafik IGP) 14.31.1 (Treiber für die onboard-Grafikkarten mit Intel-Chipsatz), Intel Chipset Installation Utility 8.3.1.1009 (Treiber für aktuelle Mainboards mit 900er und 3er-Chipsätzen), Intel Matrix Storage Manager 7.6.0.1011 (Treiber für im AHCI- oder RAID-Modus angeschlossene Festplatten auf Intel-Mainboards), Matrox Unified Treiber v2.05.01.030. (für Grafikkarten vom Typ G450, G550, P650 etc.), Realtek HD-Audiotreiber R1.79 (für onboard-Soundkarte vieler aktueller Mainboards), Realtek 8111B Gigabit LAN-Treiber v678 (onboard Netzwerkkarte für viele aktuelle Mainboards), Marvell Yukon Gigabit LAN-Treiber 10.22.7.3 (onboard Netzwerkkarte vieler aktueller Mainboards). Außerdem die Firmware für die Fritz!Box 7170 v29.04.40 sowie die Fritz! DSL-Software v02.04.02 für alle Fritz!Box-Varianten.

» wichtige Freeware-Updates: 7-ZIP 4.55 Beta, Spamihilator 0.9.9.3.2, MediaInfo 0.7.5.3, CCleaner 2.01.507 (beim Drüberinstallieren über eine Version 1.x ist eine neue Konfiguration der Programmeinstellungen nötig), XnView 1.91.6, UltraVNC 1.04 RC4 (nur für Fernsteuerung von Windows Vista wichtig), Foxit PDF Reader 2.0 b2129, uTorrent 1.7.5, EAC 0.99 prebeta3, Google Earth 4.2 Beta,

» Neue, populäre Linux Distributionen: wer gerne mal Linux ausprobieren möchte - oder sogar schon damit arbeitet, der findet in OpenSuse 10.3 sowie Ubuntu 7.10 wichtige Updates. Anfängern empfehle ich eher Ubuntu, Profis dürften vermutlich eher zu OpenSuse greifen. Beide sind mittlerweile aber leicht zu installieren und bringen weitreichende Werkzeuge zur Konfiguration mit. Weitere allgemeine Informationen siehe auch die Artikel Linux und Linux-Distribution im PC-Lexikon. Vgl. auch den Artikel "PC-Emulatoren" zur Möglichkeit, Linux unter Windows in einem eigenen, unabhängigen Fenster laufen zu lassen.

Weitere allgemeine Tipps und Freeware-Tipp

» Exakte Atomuhrzeit: auf dieser Webseite stellt die PTB (Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig und Berlin) mit Hilfe eines Java-Applets die genau(est)e Uhrzeit für Deutschland dar. Wenn Sie auf Ihrem PC auch eine genaue Zeitanzeige mit Synchronisation zur Atomuhrzeit haben wollen, sollten Sie zuerst einmal überprüfen, ob die in Windows integrierte Zeitsynchronisation eingeschaltet ist (zu finden in den "Eigenschaften von Datum und Uhrzeit"). Allerdings funktioniert diese nach meiner Erfahrung nicht immer zuverlässig, weil die Synchronisation zu den beiden vorgegebenen Zeitservern (time.windows.com, time.nist.gov) öfter fehlschlägt - und zudem nur 1x pro Woche erfolgt. Als Alternative können Sie in das Listenfeld auch einen Zeitserver der PTB eintragen (ptbtime1.ptb.de, ptbtime2.ptb.de). Aber auch damit "hakt" die Zeitsynchronisation von Windows öfter. Zuverlässiger, mit vielen Einstellungen und wählbaren Synchronisationsintervallen arbeitet das Freeware-Programm Windows Time Synchronizer (WTS). Die Freeware-Version unterstützt zur Kommunikation mit den Zeitservern nur das SNTP-Protokoll. Die zwei PTB-Server sind in der vom Programm mitgelieferten Liste der Zeitserver auch aufgeführt, allerdings mit anderen Protokollen. Sie können diese Server dennoch nehmen, wenn Sie die Einstellungen auf SNTP umändern. Alternativ oder in Ergänzung funktionierten ebenfalls rustime01.rus.uni-stuttgart.de oder der französische Server ntp-p1.obspm.fr (sind auf SNTP voreingestellt). Das Programm bietet eine Testfunktion zur Erreichbarkeit des ausgewählten Servers. Noch ein letzter Hinweis: wenn Sie das WTS-Programm verwenden, sollten Sie die Windows-eigene Zeitsynchronisation deaktivieren.

» Netzwerkprobleme unter Win 2000/XP mit erhöhtem "IRPStackSize" lösen: hatten Sie auch schon mal das Problem, dass Sie eine USB-Festplatte nicht im Netzwerk freigeben konnten? Gelegentlich wird dabei die Meldung "nicht genügend Serverspeicher vorhanden" angezeigt. Oder dass beim Versuch, auf die Netzwerkumgebung zuzugreifen die Meldung kam, man hätte (auf einmal) keine "Zugriffsberechtigung" dafür? Oder braucht Ihr Rechner im LAN ungewöhnlich lange, bis alle Rechner anzeigt werden? All das kann seine Ursache in einem zu geringen "Stack-Speicher" der Netzwerkverwaltung haben. Dieser wird über die Größe "IRPStackSize" in der Registry konfiguriert und muss dort in Hexadezimalzahlen angegeben werden. Der Schlüssel muss im Bereich "HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Services\lanmanserver\parameters" liegen - ist aber oft noch nicht angelegt, was man dann von Hand tun muss. Oder noch einfacher: laden Sie sich diese von mir erstellte Registry-Datei herunter, die Sie nach dem Entpacken aus der ZIP-Datei per Doppelklick ausführen können. Diese erhöht den Wert auf 25 (Dezimal = 19 Hexadezimal), was in der Regel ausreichen sollte. Der Grundwert unter Windows 2000 und XP ist 15, der Wertebereich reicht von 11-50 (Dezimal). Wenn der neuen, höhere Wert von 25 nicht ausreicht, um das Problem zu lösen, versuchen Sie es evtl. mit dem Maximum von 50 (= 32 Hexadezimal). Wie es sich bei Windows Vista damit verhält, konnte ich nicht in Erfahrung bringen. Achtung: Ich habe die Einstellungen bzw. die Registrydatei zwar selbst bei mir getestet, aber ich übernehme ich keine Gewähr für Ihr System und von Ihnen durchgeführte Veränderungen an der Registry. Bitte erstellen Sie möglichst ein Systembackup vor der Durchführung mit einem Programm wie Acronis True Image.

» Mobile Net Switch 3.65: Mit dem insbesondere für Notebook-Besitzer nützlichen Freeware-Programm kann man verschiedene Netzwerkeinstellungen (z. B. mobil am Hotspot oder zu Hause, am LAN-Router) leichter erstellen und verwalten.

» DownUTUBE 2.0: Mit dem Freeware-Programm kann man Videos von Youtube, Google-Video, Apple's Quicktime Movie Trailers und IMBD herunterladen.

» Symantec Norton Removal Tool: Mit dem kleinen, kostenlosen Programm kann man letzte, vielleicht noch vorhandene Spuren von installierten Produkten aus der "Norton"-Reihe (z. B. Norton Internet Security Suite und Norton Antivirus) aus dem System entfernen. Sollten Sie z. B. eines der Programme aus der Norton-Reihe auf Ihrem Computer haben, weil es beim Kauf des PCs im Bundle mit dabei war - und Sie sich entscheiden, es zu deinstallieren - dann empfiehlt sich eine anschließende Ausführung des Removal Tools, um das System vollständig zu bereinigen. Alternativ kann es auch verwendet werden, wenn die normale Deinstallationsroutine der Norton-Programme aus welchem Grund auch immer auf Ihrem System versagt.

» McAfee Wi-Fi Scan: Das kostenlose Tool überprüft und überwacht ein vorhandenes Funknetzwerk (WLAN) auf mögliche Sicherheitsrisiken.

Kauftipps

» Rechner zu laut?: Wenn Sie Ihren PC mit folgenden Bauteilen um-/aufbauen, wird er nahezu unhörbar: Netzteil Tagan TG330-U01 (330 Watt, für Rechner mit normaler Leistung und ohne leistungsfähige Spielegrafikkarte) oder Seasonic S12Engery+550 (550 Watt, besonders hoher Wirkungsgrad von 88%, sehr stabil und leise), Prozessor-Lüfter Noctua NH-U9F, Noiseblocker Evolution EQ Platinum Dämmmatten (erhältlich bei PC-Silent.de) und Festplatten von Samsung (z. B. die 500 GByte große HD501LJ aus der SpinPoint T-Serie oder wenn 250 MB reichen die HD250JH aus der besonders leisen SpinPoint S-Serie). Das lauteste Geräusch, das übrig bleibt, sind evtl. verbliebene Vibrationen der Festplatten (sofern keine Grafikkarte und kein Mainboard mit aktiven Lüfter verwendet wird). Diese Vibrationen und letzten Festplattengeräusche kann man gut mit dem silentMaxx Harddisk-Silencer dämmen, der die Platte zudem kühlt. Lediglich der Zusammenbau des Silencer-Gehäuses ist etwas kniffelig (speziell das Einkleben der Silikonfolie). Als Gehäuselüfter empfehle ich leise Varianten von Papst (z. B. 80 mm, 92 mm oder 120 mm) oder Noctua (80 mm oder 120 mm mit 800 U/min). Zur manuellen Lüftersteuerung ist dieses 3,5"-Einschubgeräte mit integriertem Cardreader ganz interessant.

» Hochwertige Webcams von Philips auch für schlechte Lichtverhältnisse: Webcams sind so eine Sache, denn die Qualität ist meistens recht bescheiden - insbesondere bei den geringen Lichtverhältnissen im Innenraum. Die nach meiner Erfahrung mit Abstand beste bisherige Webcam war die SBC900NC, die Philips selbstbewusst als "Einfach die beste Webcam der Welt" bezeichnete. Man bekommt sie derzeit vielleicht hier und da noch als Auslaufmodell für ca. 55 Euro. Die Nachfolger sind die SP1000NC sowie die SP1300NC, die durch eine höhere Videoauflösung von 60 bzw. 90 Bilder/sec., digitale Richtmikrofone und eine Weitwinkeloptik herausfallen (hier die Übersicht von Philips dazu). V. a. die SP1300NC macht mit ihrem digitalen Signalprozessor, der die Bildqualität nochmals verbessert, sowie ihren zwei digitalen Richtmikrofonen einen guten Eindruck. Mit ca. 75-80 Euro ist sie wenig teurer geworden (also ursprünglich die SBC900NC) und liegt etwa auf Augenhöhe vom Preis mit den Topmodellen anderer Hersteller wie Logitech.

» Neue 500 GB Festplatte von Western Digital mit 5 Jahre Garantie und hoher Ausfallsicherheit: Fühlen Sie sich mit der Datensicherheit gängiger Konsumerfestplatten auch nicht mehr so richtig wohl? Dann sollten Sie sich mal die Festplatten der WD RE2-Serie (RAID Edition) von Western Digital anschauen, z. B. die WD5000ADYS (achten Sie auf das Kürzel ABYS am Ende, denn im Unterschied zu den älteren WD5000YS-Modellen haben die neuen ABYS-Varianten einen "Platter" weniger und damit eine höhere Datendichte. Was auch eine ca. 10 MB/sec höhere Geschwindigkeit von ca. 84 MB/sec. mit sich bringt. Und sie sind sogar noch günstiger als die Vorläufer!). Für einen ca. 10-20% höheren Preis erhält man eine deutlich bessere Ausfallsrate von ca. 1 Millionen Stunden (MTBF) sowie 5 Jahre Garantie. Die Laufwerke sind eigentlich für den Betrieb im RAID-Verbund optimiert, laufen aber auch ohne Probleme im Einzelanschluss. Preis ca. 110 Euro, z. B. bei Mix-Computer. Übrigens: eine 750 GB-Variante gibt es unter der Bezeichnung WD7500AYYS auch schon, sie ist mit ca. 190 Euro aber wie ich finde zu teuer. Das dürfte sich im Laufe des Herbstes ändern, wenn vermehrt 1 TB-Festplatten verfügbar sind. Hitachi und WD können ja schon liefern, Samsung und Seagate werden wohl in Kürze nachfolgen. Die Preise bewegen sich um die 250-270 Euro. 500 GB-Platten bekommt man dagegen schon für 80-90 Euro.